Da beim Yoga auch tiefliegende Muskelgruppen beansprucht werden, kann man mit regelmäßigen Einheiten durchaus abnehmen und den Körper definieren. Das funktioniert am besten mit etwas fortgeschrittenen Posen.

Power Yoga

Beim Power Yoga fließt der Schweiß, denn es werden einzelne Muskeln deutlich beansprucht. Das macht dich stark und flexibel. Je länger du die Asanas halten kannst und je öfter du sie wiederholst, desto größer ist der Effekt – allerdings solltest du keinen Leistungssport daraus machen.

  • Krieger II (Virabhadrasana):

Du stehst in der Grätsche, dein hinterer Fuß ist parallel zum Mattenende und der vordere parallel zur Längsseite der Matte. Winkle nun dein vorderes Knie an und neige den Oberkörper mit ausgestreckten Armen in die Richtung, in die das angewinkelte Knie zeigt. Bleibe gerade und halte die Körperspannung, vor allem im Bauch.

  • Krähe (Bakasana):

Mit gespreizten Beinen hockst du auf den Fersen und legst die Handflächen vor dir auf dem Boden ab. Verlagere nun dein Gewicht nach vorne, sodass die Knie auf den Ellbogen zu liegen kommen und deine Füße vom Boden abheben. Achtung: Diese Übung erfordert sehr viel Balance und Körperspannung!

Vinyasa Yoga

Hier liegt der Fokus besonders darauf, die Bewegungen mit der Atmung zu verknüpfen. Tatsächlich enthalten die meisten Yoga-Arten gewisse Flow-Elemente, also fließende Übergänge zwischen Asanas. Unter anderem Power Yoga folgt teilweise dem Vinyasa-Stil. Ein klassischer Vinyasa-Flow ist der Sonnengruß (Surya Namaskar). Er besteht aus mehreren Asanas:

  • Standpose
  • Arme über Kopf nach hinten strecken
  • Oberkörper nach vorne beugen, sodass das Gesicht Richtung Oberschenkel geht
  • Hände auf den Boden setzen und Ausfallschritt nach hinten machen
  • Zweiten Fuß nachholen, in den Liegestütz kommen
  • Bauch und Oberschenkel langsam ablegen
  • Becken ebenfalls ablegen, Oberkörper aufrichten (Kobra)
  • Becken wieder nach oben schieben, sodass ein umgekehrtes V entsteht (Herabschauender Hund)
  • Ein Bein nach vorne holen, dann das zweite
  • Aufrichten, dann den Oberkörper nach vorne klappen
  • Aufrichten, die Arme wieder überstrecken
  • Handflächen vor der Brust zusammenbringen: Namasté!

Diese und alle weitere Yoga-Stile und Asanas kannst du beliebig kombinieren. An komplizierteren Asanas solltest du dich vorsichtshalber erst probieren, wenn du deine Kraft, Balance und Körperspannung optimal einschätzen kannst. Letztendlich geht es nämlich nicht darum, sich beim Yoga so stark wie möglich zu verrenken und elegant auszusehen. Nur wenn du die Übungen genau an dein Tempo und deine Bedürfnisse anpasst, kann Yoga seine unzähligen positiven Auswirkungen entfalten.